Anliegen

Elterngeld

Das Elterngeld nach dem Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) erleichtert Müttern und Vätern die Entscheidung für eine berufliche Auszeit nach der Geburt. Es dient der Sicherung der Lebensgrundlage des betreuenden Elternteils, indem es nach der Geburt des Kindes wegfallendes Erwerbseinkommen teilweise ersetzt.

Wer hat Anspruch auf Elterngeld?

  • Der Wohnsitz oder gewöhnliche Aufenthalt liegt in Deutschland. Leistungsansprüche bestehen unter bestimmten Voraussetzungen auch für Personen, die sich aus besonderen Anlässen im Ausland aufhalten.
  • Es besteht ein gemeinsamer Haushalt mit dem Kind.
  • Das Kind wird selbst erzogen und betreut.
  • Es wird keine oder keine volle Erwerbstätigkeit (max. 30 Wochenstunden) ausgeübt.
  • Für nicht freizügigkeitsberechtigte Personen und Personen mit besonders hohem Einkommen gelten Einschränkungen bzw. Anspruchsausschlüsse.

Bei Mehrlingsgeburten besteht ab dem 01.01.2015 nur ein Anspruch auf Elterngeld.

Für Geburten ab dem 01.07.2015 gilt zusätzlich das „ElterngeldPlus“.

Das Basiselterngeld (entspricht dem bisherigen Elterngeld)

  • ist ein Einkommensersatz für max. 14 Monate nach der Geburt des Kindes. Die Eltern können diese 14 Monate untereinander aufteilen.


  • kann mindestens für zwei und höchstens für 12 Monate von einem Elternteil in Anspruch genommen werden. Zwei zusätzliche Monate (sog. Partnermonate) stehen zu, wenn sich auch der andere Partner an der Betreuung des Kindes beteiligt und eine Einkommensminderung durch die Geburt des Kindes für mindestens zwei Monate bei einem der Elternteile erfolgt. Das bedeutet, dass einer von beiden Eltern vor der Geburt gearbeitet und Erwerbseinkommen erzielt haben muss, das während des Elterngeldbezuges ganz oder teilweise wegfällt.


  • orientiert sich in der Höhe am monatlich verfügbaren Erwerbseinkommen vor der Geburt. Als Nachweis gelten nur die Eintragungen in den Lohn- und Gehaltsabrechnungen der 12 Monate vor der Geburt bzw. vor Zahlung von Mutterschaftsgeld. Wird eine selbstständige Tätigkeit (auch neben einer nichtselbstständigen Tätigkeit) ausgeübt, gilt immer das letzte abgeschlossene Steuerjahr (für beide Einkommensarten). Der Nachweis der Einkünfte aus der selbständigen Tätigkeit erfolgt durch den Steuerbescheid, bei der nichtselbstständigen Tätigkeit durch die Lohn- und Gehaltsabrechnungen des Kalenderjahres.


  • beträgt mindestens 300 € und höchstens 1.800 €.
    In der Regel ersetzt das Elterngeld das Voreinkommen zu 65 Prozent, für Geringverdiener unter 1.000 € beträgt die Ersatzrate bis zu 100 Prozent – je geringer das Gehalt, desto höher die Ersatzrate.


  • erlaubt Teilzeitarbeit bis zu 30 Wochenstunden
    und ersetzt dann den entfallenden Einkommensanteil, also die Differenz zum Einkommen vor der Geburt.

Das ElterngeldPlus (für Geburten ab dem 01.07.2015)

  • ist ein Angebot an Eltern, die im Elterngeldbezug Teilzeit arbeiten wollen und nur einen Teil des Voreinkommens erzielen.


  • gibt es für den doppelten Zeitraum: aus einem Elterngeldmonat werden zwei ElterngeldPlus-Monate.


  • ersetzt das wegfallende Einkommen abhängig vom Voreinkommen zu 65 bis 100 Prozent – wie das reguläre Elterngeld.

    Die Höchstgrenze des ElterngeldPlus liegt bei der Hälfte des Elterngeldbetrages, der dem Elternteil ohne Einkommen nach der Geburt zustünde.

Für bis zum 30.06.2015 geborene Kinder kann ausschließlich Basiselterngeld in Anspruch genommen werden. Eltern, deren Kinder ab dem 01.07.2015 geboren wurden, können zwischen Basiselterngeld, ElterngeldPlus und Partnerschaftsbonusmonat wählen bzw. diese miteinander kombinieren. Solange Sie nach der Geburt Ihres Kindes keiner Erwerbstätigkeit nachgehen, empfiehlt sich grundsätzlich Basiselterngeld, bei Teilzeitbeschäftigung im Bezugszeitraum empfiehlt sich in der Regel ElterngeldPlus.

Eine Beispielrechnung (anhand von Nettoeinkommen):

1. Elterngeld ohne Erwerbseinkommen

      Einkommen vor der Geburt:  2.000 Euro
      Elterngeld 65 % 1.300 Euro

2. Basiselterngeld mit Erwerbseinkommen

      a) Einkommen vor der Geburt: 2.000 Euro

          Einkommen nach der Geburt:


          500 Euro
          Differenz:  1.500 Euro
          Elterngeld 65 %    975 Euro
      b) Einkommen vor der Geburt: 2.000 Euro

          Einkommen nach der Geburt:


      1.500 Euro
          Differenz:    500 Euro
          Elterngeld 65 %   325 Euro

3. ElterngeldPlus

      a) Einkommen vor der Geburt: 2.000 Euro

          Einkommen nach der Geburt:


          500 Euro
          Differenz:  1.500 Euro
          Elterngeld 65 %   (975 Euro)
          jedoch max. die Hälfte des Elterngeldes ohne
          Erwerbstätigkeit (die Hälfte von 1.300 Euro)
        650 Euro für den doppelten Zeitraum
      b) Einkommen vor der Geburt: 2.000 Euro

          Einkommen nach der Geburt:


      1.500 Euro
          Differenz:    500 Euro
          Elterngeld 65 %   325 Euro für den doppelten Zeitraum

Partnerschaftsbonusmonate

  • stehen als vier zusätzliche ElterngeldPlus-Monate pro Elternteil zu, wenn beide Partner in vier aufeinanderfolgenden Lebensmonaten gleichzeitig 25 bis 30 Wochenstunden arbeiten.
  • stehen auch Alleinerziehenden zu, die in vier aufeinanderfolgenden Monaten zwischen 25 und 30 Wochenstunden arbeiten.

Weitere Informationen finden Sie unter www.elterngeld-plus.de

Der Antrag (PDF-Datei) auf Elterngeld ist schriftlich zu stellen.

Erzielen Sie Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit, Gewerbebetrieb oder Land- und Forstwirtschaft, ist zusätzlich die Erklärung für Selbstständige (PDF-Datei) auszufüllen.

Neben dem vollständig ausgefüllten und unterschriebenen Antrag sind folgende Unterlagen vorzulegen:

  • Original Geburtsbescheinigung zur Beantragung von Elterngeld.
  • Einkommensnachweise aus den 12 Monaten vor der Geburt bzw. vor dem Beginn des Mutterschutzes, sofern Elterngeld aufgrund eines vor der Geburt erzielten Einkommens beantragt wird. Bei Selbstständigen der Steuerbescheid und die Gehaltsabrechnungen des abgeschlossenen Veranlagungszeitraumes vor der Geburt.
  • Nachweis über die Höhe und die Dauer des Mutterschaftsgeldes und des Arbeitgeberzuschusses
  • Kopie Ihres „Aufenthaltstitels“ (Aufenthaltserlaubnis oder Niederlassungserlaubnis), sofern keine deutsche Staatsangehörigkeit bzw. Zugehörigkeit zu EU-/EWR-Staat/Schweiz besteht.

Zuständige Stellen

Dezernat I - Haupt- und Personalamt - Personalverwaltung - Elterngeld und Elternzeitangelegenheiten
Adresse(n):
Moltkestraße 42
51643 Gummersbach

Ansprechpartner/-innen

Frau Jacqueline Gerhards
Telefon: 02261 88-1116
Telefax: 02261 88-972-1116
E-Mail: jacqueline.gerhards@obk.de
Zimmer: 11-05


Frau Natalie Fischer
Telefon: 02261 88-1128
Telefax: 02261 88-972-1128
E-Mail: natalie.fischer@obk.de
Zimmer: 11-04


Herr Sven Goffin
Telefon: 02261 88-1127
Telefax: 02261 88-972-1127
E-Mail: sven.goffin@obk.de
Zimmer: 11-06


Frau Ute Schlechtingen
Telefon: 02261 88-1126
Telefax: 02261 88-972-1126
E-Mail: ute.schlechtingen@obk.de
Zimmer: 11-05