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Rotes Dauerkennzeichen Händler

Zuteilung von Roten Händlerkennzeichen nach § 16 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) „Rote 06-Kennzeichen“

Nach § 16 Abs. 1 FZV dürfen Fahrzeuge, wenn sie nicht zugelassen sind, auch ohne eine EG-Typgenehmigung, nationale Typgenehmigung oder Einzelgenehmigung zu Prüfungs-, Probe- und Überführungsfahrten in Betrieb gesetzt werden, wenn sie mit einem Kurzzeitkennzeichen oder einem roten Kennzeichen versehen sind. Die Vorschriften über die Verkehrs- und Betriebssicherheit der Fahrzeuge sowie Geeignetheit des Fahrers sind zu beachten (§ 31 Abs. 2 FZV).

Für Prüfungsfahrten, Probefahrten und Überführungsfahrten können zuverlässigen Kraftfahrzeugherstellern, Kraftfahrzeugteileherstellern, Kraftfahrzeugwerkstätten und Kraftfahrzeughändlern zur wiederholten Verwendung, auch an unterschiedlichen Fahrzeugen, rote Kennzeichen und besondere Fahrzeugscheinhefte zugeteilt werden. Die Zuteilung erfolgt befristet und widerruflich.

Folgende Fahrten können mit dem roten Dauerkennzeichen durchgeführt werden:

Fahrten mit Fahrzeugen, die nur gelegentlich und nur für bestimmte Zwecke bewegt werden sollen, dies sind:

Probefahrten
Fahrten zur Feststellung oder zum Nachweis der Gebrauchsfähigkeit von Fahrzeugen Fahrten, die zur Anregung der Kauflust dienen

Eine Probefahrt kann nicht mehr als solche angesehen werden, wenn regelmäßig das gleiche Fahrzeug bewegt wird.

Prüfungsfahrten
Fahrten, bei denen durch einen amtlich anerkannten Sachverständigen oder Prüfer des Kraftfahrzeugverkehrs ein Fahrzeug überprüft wird

Überführungsfahrten
Fahrten zur beabsichtigten Verbringung eines nicht zugelassenen Fahrzeuges an einen anderen Ort

Für jedes Fahrzeug sind die Fahrzeugdaten auf einer gesonderten Seite des Fahrzeugscheinheftes einzutragen. Diese Eintragungen sind vollständig und in dauerhafter Schrift vorzunehmen. Das Fahrzeugscheinheft ist bei jeder Fahrt mitzuführen.
Darüber hinaus sind über jede Prüfungs-, Probe- und Überführungsfahrt fortlaufende Aufzeichnungen im Einzelfahrtennachweis zu führen.
Die Aufzeichnungen sind ein Jahr lang aufzubewahren und zuständigen Personen auf Verlangen jederzeit zur Prüfung auszuhändigen.

Nach Ablauf der Frist, für die das rote Kennzeichen zugeteilt ist oder nach Widerruf sind die Kennzeichenschilder und ausgegebenen Fahrzeugscheinhefte der Zulassungsstelle unverzüglich zurück zu geben.
Bezüglich der Ausgestaltung und Anbringung der roten Kennzeichen gelten die Bestimmungen für allgemeine Kennzeichen des § 10 FZV entsprechend.

Beantragung eines roten Dauerkennzeichens nach § 16 FZV:

Die Beantragung erfolgt mit dem Formular „Antrag auf Zuteilung eines roten Kennzeichens“, den Sie auf der Internetseite des Oberbergischen Kreises unter www.obk.de/Service/Vordrucke/Straßenverkehrsamt/Antrag rotes Kennzeichen finden.
In diesem Formular finden Sie auch Angaben zu den Unterlagen, die beizufügen sind.

Hinweis:
Bei fehlerhaften Aufzeichnungen wird die Zulassungsstelle prüfen, ob die Zuverlässigkeit des Besitzers für das rote Kennzeichen für wiederkehrende Verwendung noch gegeben ist. Bei mangelnder Zuverlässigkeit ist ein Widerruf der Zuteilung gem. § 49 VwVfG NRW möglich.
Des Weiteren handelt es sich bei Verstößen gegen die Vorschrift des § 16 FZV um einen Ordnungswidrigkeitstatbestand, welcher mit einem Bußgeld geahndet werden kann.

Für Sie zuständig sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kraftfahrzeug-Zulassung des Straßenverkehrsamtes in Gummersbach und in den Nebenstellen Hückeswagen und Waldbröl.
In Gummersbach befindet sich die Zulassung im Erdgeschoss des Straßenverkehrsamtes.

Informieren Sie sich über die Service-Telefonnummern 02261 88-3633 und 88-3634.

Zuständige Stellen

Dezernat II - Straßenverkehrsamt - Kfz-Angelegenheiten - Zulassung
Adresse(n):
Gummersbacher Straße 41a
51645 Gummersbach
Straßenverkehrsamt